Erste Vorbereitungen für die Landtagswahlen 2027
Die Delegierten aus der Ortsunion Liesborn für die Wahl des Landtagsabgeordneten, von links: Klaus Grothues, Magnus Künneke, Florian Brox, Hannelie Böcker-Riese, Markus Höner (MdL), Anne Voß, Alexandra Flürenbrock und Egbert IlliesMarkus Höner, seit 2022 CDU-Vorsitztender des Kreises Warendorf-Beckum und Landtagsabgeordneter, war am Samstag, 18. April, Gast der Mitgliederversammlung der Ortsunion Liesborn. Da die nächsten Landtagswahlen in NRW am 25. April 2027 stattfinden, müssen ausgewählte CDU-Mitglieder bereits am 12. Juli in Everswinkel die beiden Kandidaten für den Süd- bzw. Nordkreis Warendorf wählen.
Aus Liesborn wurden dazu am Samstag im Ludgerusheim acht Mitglieder und eine Vertreterin gewählt. Dies sind Hannelie Böcker-Riese, Alexandra Flürenbrock, Klaus Grothues, Magnus Künnecke, Jürgen Rühl, Alfons Wickenkamp, Florian Brox, Egbert Illies und Anne Voß.
Markus Höner hatte den Südkreis 2022 mit sehr guten 45,5% klar gewonnen und strebt eine Wiederwahl im nächsten Jahr an. In Liesborn berichtete er aus vier Jahren Landtagsarbeit in Düsseldorf.
Bemerkenswert ist natürlich, dass er als Neuling gleich Sprecher für „Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Forsten und ländlicher Raum“ wurde. Für den gelernten Landwirtschaftsmeister mit eigenem Betrieb in Vellern ist das natürlich eine ideale Aufgabe. Themen in Liesborn waren auch die Afrikanische Schweinepest (ASP), die in der „Nachbarschaft“ im Hochsauerlandkreis bereits beobachtet wurde. Weitere Sorgen aus der Landwirtschaft bereitet die ausufernde Bürokratisierung, deshalb wird eine zentrale Datenplattform für die Landwirte gefordert.
Zu den Aufgaben der Landesregierung gehören auch die Kinderbetreuung und die Schulverwaltung. Markus Höner berichtete, dass das Kinderbildungsgesetz NRW (KiBitz), in dem die Finanzierung und Personalbesetzung von Kindertageseinrichtungen regelt wird einer Reform bedarf. In den letzten 15 Jahren seien 50% mehr Kinder in den Kitas angemeldet worden, der Personalbestand ist daraufhin um 50 % gestiegen und die Kosten auf 500% angewachsen, das sei auf Dauer nicht finanzierbar. Die Sprachförderung der Kinder müsse frühzeitiger beginnen. Ein halbes Jahr vor Schuleintritt müssten Sprachtests durchgeführt und Förderprogramme gestartet werden. Auch in den Schulen dürfe man nicht sparen.
Des Weiteren sprach sich Markus Höner für ein Cannabis-Verbot aus, die Nutzung Sozialer Medien sollte erst ab 14 Jahren kontrolliert und ab 16 Jahren möglich sein. Die Olympia Bewerbung von NRW begrüßte der Landtagsabgeordnete und sprach auch sehr positiv über das Sportstättenprogramm NRW. 200 Millionen stehen in diesem Jahr zur Verfügung. Die Gemeinden müssen jeweils nur 10% Eigenanteil beisteuern.
Auch die Versorgung der Bevölkerung mit erneuerbarer Energie wurde angesprochen. Das Land NRW und insbesondre Wadersloh hätten bereits überdurchschnittliche Werte erzielt. Man solle aber eine Obergrenze nicht aus den Augen verlieren, sonst wird die Akzeptanz der Bewohner zu sehr strapaziert.
Der Vorstand der OU Liesborn mit Klaus Grothues, Hannelie Böcker-Riese und Magnus Künneke an der Spitze, hatten mit Markus Höner einen gut gelaunten, sehr kompetenten Redner eingeladen, der sich für den Besuch in Liesborn sehr viel Zeit nahm, wohl wissend, dass er in Liesborn sein bestes Wahlkreisergebnis bei der letzten Landtagswahl erzielen konnte.