CDU- Ortsunion Diestedde
Vorsitzender: Stefan Braun, Münsterstr.8, 59329 Wadersloh-Diestedde,
Tel. 02520/715
Stellvertreter: Matthias Laukötter
Tel. 02520/912250
Stefan Braun Matthias Laukötter
Schriftführer: Gerhard Scholz
Kassierer: Helmut Bücker
Beisitzer: Bernd Dahlmann, Werner Erdt, Hendrik Keitlinghaus, Michael Schulze Frielinghaus, Adolf Vogt

8. Bürgerstammtisch der CDU Diestedde

„Energiewende Wadersloh" - Informationen aus erster Hand





Informierten die Diestedder Bürger zum Thema Energie:Von links Stefan Braun, Vorsitzender der Ortsunion, Heiner Konert, Bürger-Windpark Schöppingen, Norbert Morfeld, Geschäftsführer der Wadersloh Energie GmbH und BM Christian Thegelkamp     Foto: Dominik Braun
Mit dem Thema „Energiewende Wadersloh" für ihren diesjährigen Bürgerstammtisch hatte die CDU Ortsunion Diestedde Ende September eine gute Wahl getroffen. Die zahlreichen Besucher bekamen kompetente Antworten auf ihre Fragen zur Wadersloh Energie GmbH, Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden und Bürger-Windkraftanlagen.
Wie kommt Ökostrom in meine Steckdose? Was kostet die Kilowattstunde? Was hat der Bürger vom Wechsel des Stromanbieters? Norbert Morfeld, einer der Geschäftsführer der neu gegründeten Wadersloh Energie GmbH und Bürgermeister Christian Thegelkamp berichteten, dass die
Grüner Strom ?
Gemeinde Wadersloh zu 51% und die Stadtwerke Lippstadt zu 49% an der neuen Gesellschaft beteiligt sind und somit auch Gewinne den Gemeindehaushalten zugute kommen. Selbstverständlich würden die Formalitäten der Ummeldung von der Wadersloh Energie GmbH übernommen und die Gefahr, dass jemand beim Wechsel des Anbieters ohne Strom dastände sei unbegründet. 2 Cent/kWh teurer als der übliche Strommix sei „grüner Strom", der zu 100% aus Wasserkraft in der Schweiz produziert wird. Der Verbraucher in Wadersloh kann diesen Strom natürlich nicht direkt aus der Schweiz beziehen, sondern ein Stromkunde in der Schweiz erhält Ökostrom, obwohl er nur für Strommix bezahlt. Eingekauft wird Strom an der Strombörse Leipzig (EEX). Über 300 Stromkunden hat die Wadersloh GmbH schon. Ab Mitte Oktober wird umfangreich für neue Kunden geworben, bis dahin steht auch fest, wie hoch 2012 die EEG-Umlage ist. Diese Mehrkosten, die durch die Subventionen von Ökostrom entstehen, werden an die Verbraucher weitergegeben. Ein zählbarer Erfolg der Wadersloher Energie GmbH ist bereits in diesem Jahr im Gemeindehaushalt erkennbar. Die Gemeinde Wadersloh hat zum 1. Juli die Straßenbeleuchtung von der RWE übernommen, neue Stromlieferverträge mit der Wadersloh Energie GmbH abgeschlossen und auch durch neue Wartungsverträge den Aufwand für die Straßenbeleuchtung deutlich reduziert. Bürgermeister Christian Thegelkamp sprach von Einsparungen von 25 bis 30 000 Euro.
Übrigens, die Wadersloh Energie GmbH verkauft auch preisgünstig Gas!

Das Erfolgsmodell Genossenschaft umweltfreundliche Energien Wadersloh stellte Stefan Braun, Vorsitzender der Diestedde Ortsunion, den Zuhörern vor, da die beiden ehrenamtlichen Vorsitzenden der Genossenschaft für ihre Arbeitgeber im Ausland waren. Die Genossenschaft hat seit 30. Juni 2010 fünf Phtotovoltaikanlagen auf Schulen und Turnhallen in allen Ortsteilen. Die größte Anlage ist auf der Realschule in Wadersloh, hat 814 m2 und erzeugt den durchschnittlichen Jahresbedarf für etwa 21 Vier-Personen-Haushalte. Inzwischen sind acht Anlagen in Betrieb, noch in diesem Jahr sind drei weitere Anlagen geplant. Die etwa 40 Genossenschaftsmitglieder haben Anteile von 500 bis maximal 15.000 Euro. Auch die Gemeinde Wadersloh unterstützt die Produktion von umweltfreundlichen Energien, sie hat 10.000 Euro investiert, dabei ist sogar eine Rendite von bis zu 6% möglich. Für die zur Verfügung gestellten Dachflächen bekommt die Gemeinde außerdem noch Pacht.

Die meisten Fragen hatte erwartungsgemäß Heiner Konert, der Gast aus Metelen, zu beantworten. Er ist Landwirt und Geschäftsführer eines Bürgerwindparks auf dem Schöppinger Berg. Wie 66 weitere Gesellschafter ist er an einem der ertragreichsten Windparks in ganz NRW beteiligt. 1991 begann Heiner Konert mit einer 80kW-Anlage zur Versorgung seines landwirtschaftlichen Betriebs. Die modernen Anlagen haben Leistungen von 1,8 MW. „Wind", so sagt Konert, „erzeugt heimische Energie und verringert die Abhängigkeit von Gas- und Öllieferungen". Für die Gründung eines Bürgerwindparks sei es besonders wichtig, Grundstückseigentümer als Investoren zu gewinnen. Die
Die Wertschöpfung der Bürger-Windkraftanlagen bleibt in der Region, außerdem erzeugen sie viel umweltfreundlichen Strom.
Wertschöpfung der Anlagen bleibe dann in der Region, außerdem erhielten die Grundstückseigentümer etwa 5 % Pacht vom Umsatz. Auch die Gewerbesteuer für die Gemeinde sei nicht unerheblich. Ein Vollwartungsvertrag sei für Bürgerwindräder ganz wichtig, nur so lassen sich eventuell defektbedingte Einnahmeausfälle vermeiden. Die modernen Anlagen werden immer höher, bis zu 130 Meter. Da sie sich mit 100 Meter Rotordurchmessern langsamer drehen, werden sie auch leiser, weil die Luftverwirbelung an den Flügelspitzen geringer ist. Auch die Beleuchtung, die oft beklagt wird, verbessere sich ständig. Bei aller Kritik an Windenergie-Anlagen, müsse man aber immer im Auge behalten, dass durch sie viel umweltfreundlicher Strom preisgünstig erzeugt wird und Treibhausgase vermieden werden.
CDU Ortsunion Diestedde mit neuer Vorstandsspitze
Bei der Jahreshauptversammlung am 24. Mai 2011 im Backhaus wurden Stefan Braun zum neuen Vorsitzenden und Matthias Laukötter zu seinem Stellvertreter gewählt. Ulrich Nienaber, der 26 Jahre die Ortsunion geführt hat, stellte sich nicht mehr zur Wahl, Werner Eckey, der schon bei den letzten Kommunalwahlen aus familiären Gründen nicht mehr antrat, stand ebenfalls nicht mehr für ein Vorstandsamt zur Verfügung. Neu in den Vorstand wurde einstimmig Bernd Dahlmann gewählt.
Ulrich Nienaber (links) war seit 1985 Vorsitzender der Ortsunion Diestedde, sein Nachfolger Stefan Braun dankte ihm für seine erfolgreiche, ehrenamtliche Arbeit für die Gemeinde Wadersloh.
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Ortsunion Diestedde gratulierten MdL Berni Recker (links) und Stefan Braun (rechts) Gerhard Scholz, Werner Schaffeld und Wilhelm Wiglinghoff (von links) zur 25jährigen Mitgliedschaft in der CDU.
7. Diestedder Bürgerstammtisch
Bürgermeister Christian Thegelkamp bei der CDU zu Gast

Bürgermeister Christian Thegelkamp (Mitte), informierte in Diestedde u.a. über den Haushalt 2011 und die Pläne der Energieversorgung in der Gemeinde. Links und rechts die Ratsmitglieder Gerhard Scholz und Ulrich Nienaber.



Nach gut zwei Stunden waren alle zufrieden, der Diestedder CDU-Vorstand, Bürgermeister Christian Thegelkamp und die zahlreichen Gäste, die kürzlich im Backhaus des Heimatvereins der Einladung der Diestedder Ortsunion zum 7. Bürgerstammtisch gefolgt waren. Es wurde rege diskutiert und Fragen an der Bürgermeister gestellt, Geschwindigkeitsbeschränkungen in Düllo und auf der Münsterstraße gefordert sowie die viel zu kurze Grünphase an der Fußgängerampel angesprochen. Doch zunächst hatte Christian Thegelkamp das Wort: Der Bürgermeister informierte die Gäste, unter denen sich auch viele Vorstandsmitglieder der Vereine befanden, über die Pläne im Schulbereich, die aktuelle Entwicklung des Einkaufszentrums Dreischenhoff , die dringend notwendige Kostenreduzierung bei der Abfallentsorgung und natürlich die geplanten Veränderungen auf dem Energiesektor.
Der geplante Grundschulverbund Wadersloh-Liesborn-Diestedde sei eine gute Lösung, um die Nikolaus-Grundschule dauerhaft zu sichern. Erfreut zeigte sich der Bürgermeister auch über die Auswirkungen des Konjunkturpaketes II für Wadersloh, 1,8 Millionen Euro konnte so zusätzlich investiert werden, Gelder die insbesondere in die Bereiche Bildung und Energieeinsparung geflossen sind. Die Geschwister-Scholl-Realschule erfahre zur Zeit insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich hervorragende Verbesserungen.
Neue Einnahmequellen für die Gemeinde erhofft sich Christian Thegelkamp durch kommunale Aktivitäten auf dem Energiesektor. „Wir wollen den Strom in die eigene Gemeinde holen und haben dafür einen kompetenten Partner mit den Stadtwerken Lippstadt gefunden", so der Bürgermeister. Man wolle zunächst ganz klein anfangen mit dem Verkauf von Strom, das Fernziel „Netzübernahme", mit der viel Geld zu verdienen sei, sei noch in weiter Ferne.
Die Einführung des „Windelsacks", den die Gemeinde zu 50% bezuschussen will, fand ungeteilte Zustimmung, die riesige Menge an Biomüll ( 2707 t Bioabfall/ 827 t Restmüll) rief Erstaunen hervor. Die Reduzierung der Bio-Tonnen wurde allgemein akzeptiert, wenn man sich auch für den nächsten Herbst die Möglichkeit einer kostenlosen Entsorgung von Herbstlaub, z.B. an zentralen Orten zur Kompostierung auf Gemeindegebiet und nicht in Ennigerloh, wünschte.
Der Haushaltsplan 2011 gab wenig Anlass zur Diskussion . Von 19,5 Millionen verschlingt die Kreisumlage 6,2 Millionen! Die „freiwilligen Leistungen", z.B. an Vereine bleiben unverändert.
Für 40-jährige Mitgliedschaft in der CDU zeichnete Ulrich Nienaber (rechts) Helmut Bücker während der Mitgliederversammlung der CDU-Ortsunion am 3.3.09 aus. Helmut Bücker war viele Jahre Ratsmitglied und ist heute noch Kassierer der OU und 2. Vorsitzender der Senioren-Union Wadersloh.
Die drei gewählten Diestedder CDU-Ratsmitglieder.
Hier stellen sie sich vor.